31.01.2026: La Dolce Vita - Graz feierte sich am Opernball
Brigitte Ulbrich berichtet für Musikdialoge Magazin von der prunkvollen Ballnacht, mit Highlights und vielen Überraschungen.
Grazer Opernredoute: „La dolce vita“ zum 25-jährigen Jubiläum
Zum 25. Mal verwandelte sich die Grazer Oper in der Nacht auf Sonntag in einen der glanzvollsten Ballsäle des Landes. Rund 2.500 Gäste feierten bei der Opernredoute bis in die frühen Morgenstunden – heuer unter dem Motto „La dolce vita“, das dem Jubiläumsabend eine besondere Leichtigkeit verlieh.
Den inhaltlichen Auftakt des Abends setzte Ulrich Lenz. Der Intendant der Oper Graz spannte in seiner Ansprache den Bogen über 25 Jahre Opernredoute und erinnerte daran, wie sich der Ball von einem regionalen Gesellschaftstreffen zu einem kulturellen Fixpunkt mit internationaler Ausstrahlung entwickelt hat. Unter den Gästen befand sich auch seine Frau Arantxa Armentia.
Schon beim Eintreffen der Gäste zeigte sich, dass dieser Jubiläumsabend mehr sein wollte als ein klassischer Ball. Unter Blitzlichtgewitter füllte sich das Foyer der Oper, auf der Feststiege herrschte dichtes Gedränge. Festliche Roben, Smoking, Frack und Uniformen bestimmten das Bild, während das Opernhaus selbst im Glanz des Mottos erstrahlte – elegant, offen und von spürbarer Erwartung getragen.
Die Eröffnung erwies sich auch im 25. Jahr als eindrucksvolles musikalisches und optisches Erlebnis. 56 Debütantenpaare zogen zu Verdis „Libiamo, ne’ lieti calici“ in der Choreografie von Claudia Eichler, Lisa Weswaldi-Eichler und Pierre Gider in den Ballsaal ein. Die Choreografie verband klassische Linien mit zeitgemäßer Leichtigkeit, unterstützt vom Ballettnachwuchs der Oper Graz sowie der Ballett Akademie Graz. Nach dem offiziellen Teil wurde das Parkett freigegeben – "Tutti Frutti", so Stefano Bernadin als charmant-schelmischer Conferencier der 25. Redoute zuerst. Dann korrigierend: "Alles Walzer" -
und der Ball nahm endgültig Fahrt auf.
Die Opernredoute zeigte sich auch als nicht zu unterschätzender Treffpunkt für Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft und öffentlichem Leben. Aus der Landespolitik wurden unter anderem Manuela Khom, Karlheinz Kornhäusl, Willibald Ehrenhöfer, Gerald Deutschmann, Claudia Holzer, Hannes Amesbauer, Werner Kogler, Maria Großbauer und die Grazer Vizebürgermeisterin Judith Schwentner gesehen. Der slowenische Botschafter Marko Stucin zählte ebenfalls zu den Gästen. Landeshauptmann Mario Kunasek besuchte zeitgleich den Feuerwehrball in Trofaiach.
Stark vertreten war auch die Wirtschaft. Unter den Gästen fanden sich Markus Mair, Vorstandsvorsitzender der Styria Group, Christian Jauk, Vorstand der Grazer Wechselseitigen und Präsident von Sturm Graz, Roland Prettner, Geschäftsführer von Magna Steyr, Georg Knill, Präsident der Industriellenvereinigung, sowie die Energie-Steiermark-Vorstände Martin Graf und Werner Ressi. Auch Spitzenvertreter der Steiermärkischen Sparkasse und der Raiffeisen Landesbank ließen sich den Jubiläumsball nicht entgehen. Und aus Kultur, Medien und Showbusiness mischten sich unter anderem Heribert Kasper, Eva Poleschinski, Armin und Sandra Assinger, Franco Foda, Nadja Bernhard, Simone, Alfons Haider, Ewald Pfleger, die Schick Sisters, Franzobel sowie Christian Wehrschütz unter die Ballgäste.
Im gesamten Opernhaus öffneten sich zehn unterschiedlich gestaltete „Welten“, die musikalisch wie kulinarisch Vielfalt boten. Zwanzig Bars und zahlreiche Stationen luden zum Verweilen ein. Als kulinarischer Botschafter des Abends zeichnete Johann Lafer verantwortlich und präsentierte ein eigens für die Opernredoute kreiertes Dessert – eine raffinierte Komposition aus süßem Kürbiskernpesto, Waldhimbeergelee und Schokolade.
Bei der Mitternachtseinlage kehrte das Motto des Abends noch einmal erzählerisch zurück: Zwei kleine Italiener auf der Suche nach dem süßen Leben, zwischen Sehnsucht, Verlust und Liebe. Eine poetische Szene, die den Jubiläumsabend ruhig und stimmig ausklingen ließ.
Die Grazer Opernredoute zeigte sich damit im Jubiläumsjahr als das, was sie längst ist: ein Ball mit eigener Handschrift, fest verankert in der Stadt, offen für Neues und getragen von jener Leichtigkeit, die einlud unbeschwert bis in die Morgenstunden zu feiern.
Autorin: Brigitte Ulbrich ⎸ Musikdialoge
Fotocredits: ©Offizielle Pressemappe Opernredoute Graz
© KANIZAJ photography | Luef Light
Foto: Geschäftsführung Bernd Hülbing, Intendant Ulrich Lenz, Projektleitung Maria Ohrenstein, Organisationsleiter Bernd Pürcher
Stimmung, Stimmen und mehr von der Opernredoute
Ein Nach-Live-Ticker: Wird laufen ergänzt ...
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Bekannte Unternehmerinnen aus Graz, aber auch über die Grenzen hinaus, Prominenz aus Wirtschaft und Kultur, sind in festlicher Stimmung vor Ort bei der 25. Opernredoute im Grazer Opernhaus.

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Zum Schluss lesen und hören Sie noch die vielen Stimmen der Ballgäste im Foyer, am Rang, der Galerie - alle sind überglücklich und lassen sich von der guten Stimmung treiben.
"Die Polonaise war heuer ausnehmend schön, es war mal nicht der Standard, nicht die klassische Fächerpolonaise, sondern etwas, was dem Thema angepasst war. Ich habe es sehr genossen. Wir sind extra aus der Schweiz angereist, meine Frau war davor auch am Empfang mit dem Iranischen Botschafter. Wir sind extra heute nach Graz gefahren, damit wir den Abend heute hier verbringen können. Tanzen? Wir werden natürlich auf jeden Fall tanzen, rechts-Walzer geht auf jeden Fall."
"Es war eine absolut positive Überraschung. Ich habe schon viele Polonaisen gesehen, aber sie war so lebendig, so unterschiedlich anzusehen. Ich bin sehr beeindruckt von den jungen Damen und Herren. Es war sicher sehr intensiv zu proben, die Choreographie war perfekt, die Harmonie war wirklich hervorragend. Das 'dolce-vita-feeling' ist wirklich gut rübergekommen. Ob ich tanzen werde, hängt jetzt nur von meinem Ehemann ab."
"Mir hat es ausgenommen gut gefallen, sehr. Tanzen? Ja, wegen dem Tanzen bin ich Ja hier."
"Wunderschön, die schönste Polonaise, die ich je gesehen hatte. Vorallem, wie sich diese Menge an Paaren im Gleichschritt, wirklich synchron auf diesem engen Platz bewegten, war total toll, ich war total begeistert. Ich muss eingestehen, ich hole gerade für die Damen Prosecco und dann geht's erst richtig los in die Ballnacht."
"Leider habe ich von der Polonaise nur ganz wenig gesehen, weil in der Galerie nicht so viel Platz war. Was ich gesehen habe, war natürlich sehr schön. Ich werde noch tanzen, es hilft nichts. Ich meine, wer ma machen. Natürlich auch gut essen und trinken."
"Nachdem ich ein Italienfan bin, passt es genau - das Motto ist sehr erfrischend. Ich bin das 4. oder 5. Mal hier."
"Ich genieße es absolut, la-dolce-vita gilt für alle Generationen, auch das Kinderballett hat mir sehr gefallen."
"Es hat mir sehr gut gefallen, ein einmaliges Erlebnis und ich wünsche mir, dass es nächstes Mal wieder sein darf."
Demnächst zum Nachhören: Stimmen, Stimmung und Musik der Ballnacht bei musikdialoge im -> Podcast-Radio.
Kulturgeflüster bei Musikdialoge demnächst auf SoundCloud

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Vorschau und Kommentar
La dolce vita – die Grazer Opernredoute feiert ihr Jubiläum
Wenn die Grazer Oper am 31. Jänner ihre Türen zur Opernredoute Graz öffnet, steht die Stadt ganz im Zeichen des Festes. Zum 25. Mal lädt die Opernredoute zu einer Ballnacht, die für Eleganz, Sinnlichkeit und große Auftritte steht – heuer unter dem Motto La dolce vita.
Das Jubiläum verspricht eine Nacht voller Musik, Tanz und Atmosphäre. Die feierliche Eröffnung mit Chor und Orchester der Oper Graz, den Grazer Philharmonikern und dem Eröffnungskomitee gibt den Ton vor, bevor sich das Haus für den Ballabend öffnet. Danach wird die Oper zur Bühne in all ihren Facetten – vom Ballsaal über die Foyers bis in die späten Stunden.
Durch den Abend führt Stefano Bernardin – mit Charme und der eleganten Leichtigkeit, die große Ballnächte tragen. Ein besonderer Höhepunkt erwartet die Gäste zur Mitternachtseinlage, ehe die Quadrillen das Parkett füllen und bis in die frühen Morgenstunden getanzt wird.
Hinter den Kulissen laufen die Vorbereitungen seit Wochen auf Hochtouren. Organisator und Leiter der Ballnacht Bernd Pürcher von den Bühnen Graz und Projektleiterin Maria Ohrenstein (Art + Event) zeichnen sich gemeinsam mit ihren Teams für die Umsetzung verantwortlich. Wer Pürcher in Gesprächen eben erlebt, spürt rasch die Vorfreude: Mit spürbarer Begeisterung erzählt er vom Programm, den auftretenden Künstlern, von den vielen Highlights, die die Ballgäste erwartet – und nicht zuletzt vom Genuss, der an diesem Abend eine ebenso wichtige Rolle spielt wie der Glanz.
Kulinarisch wird die Jubiläumsredoute von Johann Lafer begleitet, der als kulinarischer Botschafter der Opernredoute eine eigens kreierte Dessertkomposition beisteuert. Bars, Restaurants und Treffpunkte im Haus laden dazu ein, den Abend in all seinen Facetten auszukosten.
Groß ist das Interesse auch über die Oper hinaus: ORF Steiermark und die Kleine Zeitung berichten live von der Feststiege und aus dem Ballsaal. Ein Detail, das den letzten Blick in den Spiegel vielleicht noch einmal verlängert – man weiß schließlich, dieser Ball wird gesehen. Und man darf sich sehen lassen.
Seit 25 Jahren steht die Grazer Opernredoute für festliche Kultur, für Begegnung und für jene besondere Atmosphäre, die eine Ballnacht unverwechselbar macht. La dolce vita wird hier nicht erklärt, sondern gefeiert.
Autorin: Brigitte Ulbrich ⎸ Musikdialoge
Kommentar
25. Grazer Opernredoute - feiern, weil das Leben nicht leicht ist
Einmal im Jahr erlaubt sich die Oper Graz etwas, das sie sonst nur auf der Bühne tut: Sie wird zur Märchenwelt.
Die Opernredoute Graz ist kein Abend der Zurückhaltung. Sie ist ein Abend des prachtvollen Eintauchens. In prunkvolle Stoffe, in berauschende Klänge, in Bilder und in das Gefühl, für ein paar Stunden jemand anders zu sein – oder vielleicht einmal einfach man selbst.
Natürlich ist es laut. Natürlich ist es dicht. Natürlich redet man nicht immer miteinander, sondern manchmal laut aneinander vorbei – und schreibt sich dabei Nachrichten, obwohl man sich sieht. Aber genau das gehört dazu. Es stimmt und ist Teil des Spiels.
Menschen kommen nicht hierher, um Ordnung der Welt draußen zu finden. Sie kommen, um sich berühren zu lassen. Von Musik, von Bewegung, von dem großen Versprechen, dass Schönheit – zumindest für eine Nacht – wichtiger sein darf als Vernunft.
Und ja, man zeigt sich. Man feiert sich. Man feiert das Leben. Nicht, weil alles leicht wäre, sondern gerade weil es das nicht ist.
Vielleicht liegt darin das Geheimnis dieses Abends: Er tut so, als wäre alles möglich. Und manchmal reicht das schon.
Autorin: Brigitte Ulbrich ⎸ Musikdialoge.com
Fotocredits: ©Offizielle Pressemappe Opernredoute Graz
©KANIZAJ photography | Luef Light